Aktuell

Stadt hält Gigaliner für eine
"Notwendigkeit" in Bamberg
16.02.2012
Verkehr, Aktuelles, BA-Thema
Nürnberg lässt keine Gigaliner im Stadtgebiet fahren und lehnt deshalb einen Feldversuch ab. Das wollte die GAL auch für Bamberg erreichen, aber der OB ist anderer Meinung.

Die Gigaliner werden durch Bamberg fahren! Riesen-Lkws mit 25 Metern Länge und 44 Tonnen Gewicht.

Und zwar auf so genannten "letzten Meilen" - das sind Anschlussstrecken von der Autobahn zu Güterverteilzentren oder Logistikstandorten, in Bamberg konkret die Firmen UPS in der Gutenbergstraße und Elflein in der Regnitzstraße.

Auf die Anfrage der GAL (siehe Beitrag vom 2.10.2011, Link unten), ob dies nicht zu Schäden an den betroffenen Straßen führt, gab die Bamberger Stadtverwaltung nun eine abwiegelnde Antwort.

Straßenverkehrsamt, Straßenbaulastträger und Polizei hätten gemeinsam Streckenprüfungen vorgenommen und Entwarnung gegeben: die Straßen halten das aus und sind geeignet. Die Abteilung Wirtschaftsförderung im Rathaus sieht es laut dem Antwortschreiben an die GAL sogar als "Notwendigkeit" an, dass die Firmen von Gigalinern erreichbar sind.

Außerdem wiederholt Andreas Starke als Unterzeichner des Schreibens die allgemein vorgebrachten Vorteile der Gigaliner:

  • weniger Fahrten, da zwei Gigaliner die Fracht von drei herkömmlichen Lkws transportieren können
  • weniger Platz, da zwei Gigaliner 100 Meter Straße brauchen gegenüber 150 Metern für drei Lkws
  • weniger Emissionen, mit dem geringeren Kraftstoffverbrauch sinkt der CO2-Ausstoß angeblich um 30%
  • weniger Belastung der Straßen, da das Gewicht bei Gigalinern auf 7 bis 8 Achsen verteilt wird, im Vergleich zu herkömmlichen Lkws: 5 Achsen

Der Oberbürgermeister unterstützt deshalb den Feldversuch mit dem "Ziel, die Vorteile innovativer Nutzungsfahrzeugkonzepte (...) im realen Praxistest nachzuweisen." Er hält deshalb auch die Teilnahme Bambergs für zielführend.

sys


Thomas Siepmann pixelio.de


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